Manchmal beginnt alles ganz unscheinbar.
Eine erste Blüte.
Ein erster Strich.
Eine erste Spur auf weißem Papier.
Der Frühling zeigt sich nicht auf einmal.
Er kommt leise.
Blüte für Blüte.
Tag für Tag.
Auch in der Tusche ist es oft dieser erste Moment,
der alles in Bewegung bringt.
Der Pinsel berührt das Papier.
Die Tusche fließt.
Und aus einer Spur entsteht eine Form.
Aus einer Form entsteht ein Ausdruck.
Wie eine Blüte,
die sich langsam öffnet.
Das ist der Frühling,
wenn Tusche zu blühen beginnt.
In meiner Arbeit liebe ich diese ersten Spuren.
Sie sind frei.
Offen.
Voller Möglichkeiten.
Vielleicht ist der Frühling genau das:
Der Mut, den ersten Strich zu setzen.
Die Freude, wenn etwas zu blühen beginnt.
Und das Vertrauen, dass daraus etwas Eigenes wachsen darf.
(bo)
