Der Frühsommer erinnert mich daran, wie kostbar ein einzelner Augenblick sein kann.
Eine Blüte öffnet sich.
Licht fällt durch die Blätter.
Ein warmer Wind bewegt das Gras.
Nichts davon bleibt.
Gerade darin liegt für mich eine besondere Schönheit.
In Japan gibt es dafür den Gedanken des „Mono no aware“:
die stille Berührung durch die Vergänglichkeit aller Dinge.
Ein Kolibri taucht für einen Moment zwischen Blüten auf —
leicht wie ein Atemzug.
Ein kurzer Anblick.
Und doch bleibt etwas Besonderes zurück.
Ich bin berührt.
Genau dieses bewusste Wahrnehmen begleitet mich auch in meiner Kunst.
Farben, Formen und Spuren erzählen von Augenblicken, die sich nicht festhalten lassen und dennoch nachklingen.
Der Sommer beginnt.
Und mit ihm die Einladung, das Schöne zu entdecken, solange es da ist.
(bo)
