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Alles ist zart verbunden

Tuschestrich auf weißem Papier, inspiriert von der Form eines Bambusblattes – zeitgenössische Tuschekunst von Barbara Ossberger.

Es gibt diese leisen Anfänge.

Nicht die großen, lauten Veränderungen.
Mehr ein inneres Verschieben.
Ein kleiner neuer Gedanke.
Ein erster Pinselstrich.
Ein Blatt Papier, das noch ganz ruhig vor dir liegt.

Ich mag diesen Moment im Atelier sehr.
Wenn noch nichts fertig ist.
Wenn noch alles offen ist.
Wenn eine Bewegung genügt, um etwas in Gang zu bringen.

In der Tuschemalerei ist alles zart verbunden.
Das Herz mit der Hand.
Die Hand mit dem Pinsel.
Der Pinsel mit der Tusche.
Die Tusche mit dem Papier.
Für einen Augenblick gehört alles zusammen.
Ich lasse mich darauf ein.

Immer wieder neu.
Ohne zu wissen, wie der Weg genau verlaufen wird.

Vielleicht ist das das Schönste am Frühlingsbeginn:
Dieses Einlassen.
Dieses leise Ja zu etwas Neuem.

Und manchmal beginnt alles mit einer einzigen Linie.

(bo)

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Frühling. Wenn etwas in dir wieder leise wächst …

Tuschearbeit im Frühling mit zarten Linien und Lichtakzenten – zeitgenössische Kunst von Barbara Ossberger

Der Frühling ist endlich wieder da!
Er beginnt leise – und trägt doch dieses unaufhaltsame Licht in sich.

In meiner Arbeit mit Tusche und Farbe kehrt dieses Wachsen jedes Jahr zurück –
wie ein erster warmer Sonnenstrahl auf noch kühle Erde.

Die Tusche duftet und atmet.
Sie fließt wie ein leiser Strom durch meine Hand, verbindet Stille mit Bewegung.

Ein Strich wird zu einem sanften Bekenntnis.
Eine Linie öffnet sich – weich, getragen, selbstverständlich.

Gerade jetzt, auf meinem Weg in der Meisterklasse vor dem 3. DAN, spüre ich diese Entwicklung besonders intensiv.
Jeder Pinselzug trägt mehr Bewusstsein.
Mehr Raum.
Mehr leuchtende Klarheit.

Vielleicht wächst auch in dir gerade etwas, das gesehen werden möchte.
Ein Gedanke.
Ein Wunsch.
Ein leises Ja zum Sichtbarwerden.

Der Frühling schenkt uns genau diesen Moment. (bo)